Mitte November ging´s zurück nach La Palma. Jan Plezier lag gut vertäut am Steg. Die ersten Tage verliefen ganz anders als normal, denn wir wollen wandern, nicht segeln.... Es gibt einen wohl organisierten Bus-Verkehr der rund um die ganze Insel führt. Die Preise für eine Fahrt variieren zwischen 1.10 Euro bis 2,20 EU., einmal rund kostet 6,80 EU. Das wird erst-mal ausprobiert. Dafür wird eine Plastik-Karte für die Fahrten mit einem Guthaben gefüllt, die bei jeder Fahrt abgebucht wird. Dabei bekommt man einen Rabatt von 20% auf den Fahrpreis. Also rein in den Bus nach Los Llanos, der alten Hautstadt der Insel. Die Stadt hat alles zu bieten, was man braucht, ist schön angelegt mit dem Mittelpunkt der Plaza Espaniola. Alte Lorbeerbäume geben Schatten und laden zum Verweilen ein. Die Cathedrale liegt ebenso hier, wie ein Pavillon mitten auf dem Platz. Er wird als Zentrum der Gastronomie genutzt, umgeben von Tischen mit Stühlen. Die Fahrt mit dem Bus macht uns neugierig auf mehr, an steilen Felswänden vorbei schlängelt sich der viel zu große Bus an den Berghängen die Serpentinen hoch nach el Time, Richtung Punta Gorda. Dort gibt es Sonntags einen Bauernmarkt, den wir besuchen. Hier kann man keine Bauern kaufen, aber deren Produkte, Konditoren bieten ihre Produkte genau so an, wie Kunsthandwerker, Leder-Taschen Hersteller, und es gibt eine ¨Saftbude¨ die mit frischem Rohrzuckersaft gesuessten Orangensaft neben Kaffee und anderen Getränken lockt. Mit frischen Gemüsen und Obst kommen wir zum Boot zurück. Es war ein schönes Erlebnis, durch die wilde von Vulkanen und Erosion geprägte Insel zu fahren. Und es blüht schon, von Winter keine Spur, selbst nicht auf 800m Höhe.   Wir entdecken nach und nach viele Wanderrouten. Inzwischen sind wir über 50 Routen gewandert . Das ist nicht viel wenn man weiß, das es hier auf der Insel 1000 km ausgewiesene Wanderrouten gibt. Eine besonders faszinierender Weg ist im Januar - Februar der Mandelblutehen Rundweg von Puntagorda nach Las Tricias. Er führt ansteigend durch einen Pinienwald läuft dann 2x durch den Barrarnco Izcagua durch ein Meer von Mandelblutehen zum authentischen Dorf Las Tricias. Diesen Weg haben wir 2 mal gemacht, weil wir keine Erfahrung mit den Entfernungen, Gehzeiten und Steigungen hatten. Es dauerte ganz schön lange, bis wir die 500 m in die Höhe gekrabbelt waren. Da mussten wir uns beeilen, um den letzten Bus nach Tazacorte zu bekommen. Der fährt nur jede 2. Stunde. Beim 2. Versuch wussten wir, worauf wir uns einließen und waren früh genug am Start. Wir wollen uns etwas bewegen. Dazu kam uns der Abstand von 2 km nach Tazacorte Dorf sehr gelegen. Es liegt auf 150m über dem Meer, ein Weg der uns durch Bananen Plantagen, an gepflegten Fincas vorbei viel Spaß gemacht hat. Diesen Weg gehen wir auch mit dem Ziel Los Llanos. Es sind gut 6 km ,legt in der Höhe aber noch etwas zu auf 350m zu. Dafür brauchen wir 1,5 Std.. Es ist ein gutes Training vor allem, wenn wir den gleichen Weg wieder zurück laufen. So verwandern wir hier unsere Zeit. Gestern waren wir auf Schnupperkurs über die Vulkanroute . Mit dem Bus nach El Paso, weiter mit der Taxi nach El Pilar, einem Waldrastplatz. Hier starten wir, 3 Stunden steigt der Weg von 1300m an auf 1850 m an weiß blühenden Ginsterbaeumen vorbei, an Kratern entlang, durch Vulkangeröll. Überall blüht und gruent es im Schotter der Vulkane. Dann stehen wir vor dem Kratern Hoyo Negro und des Deseadas. Hier bietet sich eine schöne Aussicht auf Gomera und Teneriffa, auf der anderen Seite liegt der Hafen von Tazacorte deutlich vor uns. . Der Hoyo Negro liegt nach 3 Stunden Aufstieg mit 1856m vor uns. Auch Santa Cruz können wir liegen sehen. Ein echter Mirador (Aussichtspunkt). Den Rückweg laufen wir ohne Pause in1.5 Std. Mit einem Taxi und Bus schaffen wir es noch gerade vor Dunkelheit zum Schiff zurück. Eine ganz andere Wanderung geht in den Barranco de las Angustias, der Schlucht der Todesaengste. Aus der Caldera gibt es einen trockenen Flusslauf, der über die Jahrmillionen ausgewaschen wurde. Hier stürzt sich nicht nur das Wasser die Hänge hinab, auch Steine, Felsen und jede Art Bewuchs der Berghaenge. Kommt Regen, schwillt auch heute noch der Wadi plötzlich zu einem reißenden Bach an, der sich durch die Schlucht zwängt und keinen Raum für Menschen lässt. Wer zur falschen Zeit dort ist, der wird das Tal der Todesängste erleben. Kommt Regen, wird es eng in der Barranco de las Angustias, der Schlucht der Todesängste. Wir hatten den Wetterbericht gelesen, kein Regen, keine tieferliegende Wolke, dafür Sonne. So gehen wir in die Schlucht durch das Flussbett Richtung Cascade de Colores. Eintrag im Bordbuch: ¨Mit dem Bus geht’s fahren wir mit Rainer nach Los Llonos, mit einem Taxi weiter zum Parkplatz Baranco de los Angustinas. Um 1200h Einstieg in die Schlucht; über holprige Wege, kleine Wasserläufe überspringend, wandern wir zwischen Felsen und Geröll durch das Flussbett. Wenn der Baraco zu unwegsam wird, geht es an den Berghängen weiter. Am Ende, nach 6 km Weg und 3 Stunden Laufzeit stehen wir vor einer schmalen Schlucht, hinter der die bunte Wand der Cascade de Colores ist. Cascade de Colores ist in einem Kessel schwer zu erreichen. Den Rückweg schaffen wir mit Pause ebenfalls in drei Std., lassen uns vom Parkplatz abholen und nehmen für den Rest den Bus nach Puerto Tazacorte und sind um 2000h wieder an Bord. Ein sehr schöner aber anstrengender Tag. Das Wetter hat mitgespielt, denn in anderen Teilen in hohen Lagen waren dicke Wolkenpakete unterwegs. Darum war es bei uns nicht zu warm heute. Rainer guckt in den Kessel der Cascade de Colores, unten läuft etwas Wasser. Es muss auch gekraxelt und über Wasserkanäle geklettert werden, um wieder zurück zu kommen. Diese Zeit geht langsam zu Ende, Jan wird in ein paar Tagen für den Sommer an Land gestellt. Er ist entkalkt und gewachst, denn die fast 6000 sm Atlantiksegeln haben eine dicke Kalkschicht hinterlassen. Zum gewöhnen ans Land haben wir einen Stopover in Teneriffa gebucht. Von dort fliegen wir nach Weeze am Niederrhein. Es war ein sehr ereignisreiches Jahr mit viel segeln, viel wandern und noch mehr Erholung. Wir sind dankbar, dass all unsere Aktivitäten unter einem Guten Stern standen. Liebe Grüße von der Jan Plezier Elke und Franz 
Bericht vom 20.05.2017
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